#1 Dieselöl und Kokosnüsse - von Carsten Johow von Claus Beese 06.11.2013 15:23

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Dieselöl und Kokosnüsse: Schiffsreparaturen unter dem Kreuz des Südens / Erfolgserlebnisse eines schlechten Schülers

Gebundene Ausgabe: 188 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833453540
Größe: 21,4 x 15,6 x 2 cm
Preis: EUR 24,80


http://www.amazon.de/Diesel%C3%B6l-Kokos...s=Carsten+Johow

#2 RE: Dieselöl und Kokosnüsse von Claus Beese 21.06.2014 09:33

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Die Nordbremer Zeitung "Die Norddeutsche" schreibt am 21.06.2014:

Carsten Johow pendelt zwischen Norddeutschland und Australien: Erlebnisse niedergeschrieben - 21.06.2014
Bummler zwischen den Welten
Von Peter Otto

Vegesack. Carsten Johow ist ein begnadeter Erzähler. Er kann Seemannsgarn am laufenden Band spinnen und scheint mit dem Klabautermann auf Du und Du zu sein. Der 67-jährige Vegesacker lebt heute auf zwei Kontinenten und bewegt sich als pendelnder Sommergast zwischen Europa und Australien. In seinem Buch „Dieselöl und Kokosnüsse“ hat er seine Erlebnisse festgehalten.

Die Laufbahn von Carsten Johow begann als enfant terrible. Er zeigte sich schon früh unangepasst und war stets gegen den Strich gebürstet. Kein Wunder, dass es für ihn zunächst viele Bruchlandungen gab. Er avancierte „zum Rekordschüler mit den schlechtesten Noten“, behauptet er jedenfalls.

1961 wurde der „freche Lümmel“ nach Wangerooge in eine Schule für Zöglinge verbannt, die auf dem Festland nicht zurechtkamen. Dort verbrachte er vier Jahre, ohne sich wirklich zu bessern. In den Ferien trieb es ihn aufs Meer. Auf Kümos und Frachtern schipperte er nach Skandinavien und Amerika. Heute pendelt er zwischen Norddeutschland und Australien hin und her.

1967 nahm das Leben des heute 67-Jährigen endlich Form an: Er lernte als „Stift“ auf dem Bremer Vulkan Maschinenschlosser. Nach der Lehre kam er 1970 im Rahmen eines deutsch-japanischen Schüleraustauschs nach Südostasien. In Tokio löste er am Ende eine Einfachfahrkarte nach Vegesack. Die bekam er tatsächlich auch. Damit reiste er 5000 Kilometer mit der Transsibirischen Eisenbahn durch das russische Riesenreich und passierte sieben Zeitzonen. Problemlos sei er schließlich wieder in Bremen angekommen, erinnert sich der Weltenbummler. Im September 1971 begann er in Lübeck ein Ingenieur-Studium. Danach war Johow für große Eisen verarbeitende Betriebe und Schiffswerften weltweit unterwegs. Auf diese Weise kam er auch nach Australien.

Hier war er zunächst in der größten Kupfermiene der Welt tätig bis er 1983 seine eigene Firma für Schiffsreparaturen gründete. „Es war zunächst nur ein Ein-Mann-Betrieb“, erzählt Carsten Johow. Er reparierte Schiffsmaschinen und stellte Ersatzteile sowie Spezialwerkzeuge her. Im Laufe der Jahre wurde der Fachmann zu Schiffen in aller Welt gerufen. Auch in der Südsee und im Mittelmeer hat er Frachter wieder zum Laufen gebracht. „Inzwischen habe ich Dutzende von Schiffen repariert, vom Forschungsschiff bis zur Jacht.“

Seine besondere Vorliebe galt aber immer den beim Bremer Vulkan vom Stapel gelaufenen Schiffen. Zu seinen „Patienten“ gehörte sogar auch die „Gorch Fock“. Im Laufe der Jahre vergrößerte er seinen Betrieb und stockte ihn auf zehn Mitarbeiter auf. Vor mehr als zehn Jahren hat Johow sie am Betrieb beteiligt. Seither ist er nur noch als Berater tätig, erzählt er.

Zum Treffen der ehemaligen „Vulkanesen“ kommt er immer regelmäßig nach Fähr-Lobbendorf. Inzwischen hat er ein solches Treffen der Ehemaligen aber auch in Australien veranstaltet, weil sich auf dem südlichen Kontinent eine ganze Anzahl „Ehemaliger“ vom Bremer Vulkan angesiedelt hat.

Als Gegenpol zum Münchner Oktoberfest richtet Johow dort seit einiger Zeit jährlich ein norddeutsches Essen mit Labskaus, Bremer Kückenragout und Smetjebraten aus. In Erinnerung an die traditionsreiche Sendung von Radio Bremen, gestaltet und moderiert er an jedem zweiten Dienstag im Monat über Melbourne Ethnic Community Radio ein einstündiges Hafenkonzert.

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