#1 Gedichte von Jürgen 01.09.2014 13:08

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Erschienen 2014 in der Anthologie: DÜNEN, SAND UND MEER, Mohland Verlag

UNSERE NORDSEE

Von H.-Jürgen Niemeyer 2013

Mal da, mal weg.
Mal rau, mal nett.
Mal kalt, mal warm.
Mal reich, mal arm

Mal braun, mal blau.
Mal schäumend, mal mau.
Mal reißend, mal glatt.
Mal beißend, mal satt.

Mal nagend, mal bringend.
Mal brausend, mal singend.
Mal Stresser, mal Verehrer.
Mal Dieb, mal Ernährer

#2 RE: Gedichte, von Jürgen 01.09.2014 13:19

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FALSCHES ERSTREBEN IM LEBEN


Streben, streben,
will ja besser leben
Die Freizeit aufgegeben
Arbeit ist mein Segen

Segen, Segen
Will nicht aufgeben
Einfach besser Leben
Nach Gütern streben

Streben, streben
Die Nerven beben
Ich will alles geben
Kann ich das erleben

Erleben, erleben
die Nerven haben aufgegeben
Will nur noch leben
Leben, leben

Leben, leben
Die Mühe war vergeben
Die Seele wollte entschweben
Will nur noch Leben


H.-Jürgen Niemeyer

#3 RE: Gedichte, von Jürgen 01.09.2014 13:23

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Das Leben ist schön

H.-Jürgen Niemeyer

Tagein Tagaus,
Ich will da raus
Eh ich mich versah,
kein Ziel mehr da
Stumpf rennt die Zeit
Die mir noch bleibt.


Tagein Tagaus,
Ich will da raus.
Kann ich es schaffen,
mich mal aufzuraffen.
Stumpf rennt die Zeit
Die mir noch bleibt.

Tagein Tagaus,
Ich will da raus.
Heute muss es sein
Leben ist Sonnenschein
Stumpf rannte die Zeit
Die mir nun bleibt

Tagein Tagaus,
Ich bin da raus.
Nun ist es wahr
Neue Ziele sind da
Schön ist die Zeit,
die mir noch bleibt

#4 RE: Gedichte, von Jürgen 01.09.2014 13:28

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Aussichtslos

Es scheint alles so hoffnungslos
fühlst dich wie ein Trauerkloß
Lösung gibt es für jeden
du darfst nur nicht aufgeben

Plötzlich ist das Ziel ganz nah
setze es um und sage: JA.
Auf einmal ist alles so klar
das Leben ist doch wunderbar

H.-Jürgen Niemeyer Sep.2014

#5 RE: Gedichte, von Jürgen 01.09.2014 15:04

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Erschienen in der Anthologie: DÜNEN, SAND UND MEER, 2014 Mohland Verlag

DER STURM
H.-Jürgen Niemeyer

Der Sturm bläst Strandsand in das Land,
Baut sich `ne neue Sandbank ganz galant.

Dass sie auf der Promenade entstehen soll,
Findet man eher schlecht und gar nicht toll.

Mit einer Schaufel, die er bei einer Bank fand,
Schippt einer den Landsand zurück zum Sandstrand.

#6 RE: Gedichte, von Jürgen 29.09.2014 14:37

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FRIESEN- TRUNK


An der rauen See
trinkt der Friese Friesentee.

Und was ja gar nicht dumm
darum auch mit Rum.

Oder mit Kaffee-Sahne gemischt
In großen Tassen aufgetischt.

Bekommt man mit Kaffee
Ordentlich einen im "Tee"

Auch bei Eis und Schnee
Ist es 'ne gute Idee

Schön ist es an der See
Trinkt der Friese Friesentee

Jürgen Niemeyer

#7 RE: Gedichte, von Jürgen 10.11.2014 18:52

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Die Mauer

H.-Jürgen Niemeyer

Viele Jahre schon stand die Mauer,
Soldaten lagen dort auf der Lauer.
Viele Menschen wollten in den Westen,
fanden das Leben dort am besten.

Man ließ sie nicht gehen,
es war schwer, das zu verstehen.
Im eigenen Land gefangen,
sogar Morde wurden begangen.

Sie nannten sich Demokratie,
doch echt Wählen konnte man nie.
Die Menschen wurden bespitzelt
und Akten darüber vollgekritzelt.

Wie lange wird die Mauer noch stehen ?
Wann wird man sie mit Löchern versehen ?
Wie lange soll man diesen Schmach ertragen ?
Wann werden sich die Ereignisse überschlagen ?

Was bleibt vom Osten, wenn die Grenzen offen sind?
Rennen dann alle rüber: Frau, Mann und Kind?
Ist die Republik dann leer?
Wohnt dann in der DDR keiner mehr ?

Die Bewohner wurden sauer,
Sie sollte weg, die trennende Mauer.
Gingen auf die Straße demonstrieren,
die Grenze wollte man demontieren.

Welcher Staatsmann hat jetzt Mut?
Wer jetzt das Richtige tut ?
Wird in die Geschichte eingehen ?
Sein Name bleibt für immer bestehen !

Michail Gorbatschow hatte das Streben,
wer zu spät kommt,den bestraft das Leben.
Das war der Spruch für die Staatsmacht,
der Anfang der Wende war vollbracht.

Die Grenzen waren nun offen,
durchs ganze Land ein großes Hoffen.
Wird das lange gut gehen?
Wann lässt man die Bürger vor den Toren stehen?

Die Grenzen wurden nie mehr geschlossen,
es wurde niemand mehr erschossen.
Eine Aufbruchstimmung machte sich breit,
viele waren für eine Gemeinsamkeit bereit

Urlauber fuhren in den Osten,
ließen es sich eine Menge kosten.
Die harte Währung wurde eingeführt,
den Konsum hatte man sofort gespürt.

Krimskrams wurde angedreht,
was heute keiner mehr versteht.
Hauptsache die DM rollt,
ja ,so war es gewollt .

Aus alte Firmen wurden Neue hervorgebracht,
auch hier die schnelle Markt gemacht.
Man stellte neue Leute ein,
denn im Osten war der Lohn ja klein.

Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall
gab es keinen großen Knall.
Inzwischen ist der Verdienst mehr,
Arbeit finden nicht mehr so schwer.

Nun ist die Normalität im Lande,
weg ist die Absahnerbande.
Ein Miteinander spielt sich ein,
die Differenzen nur noch klein.


Die neue Generation sorgt für Gemeinsamkeit .
Ein leben in Frieden auf Ewigkeit.
Ob Ost oder West, nicht mehr wichtig,
nur noch ein starkes Europa ist richtig.


Bitte anklicken, NWZ v.08.Nov.2014

#8 RE: Gedichte von Jürgen 31.03.2015 14:07

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Des Sturmes Flut


Wolken rasen am Firmament,
Orkanböen fauchen übers Land.
Meereswogen toben turbulent,
erreichen wütend des Deiches Rand.

Bäume stürzen, versperren Wege,
die Gräben voll mit moorigem Nass.
Einen Pfad öffnen mit Axt und Säge,
für die Flucht gelingt ein kleiner Pass.

Entrinnen so der Fluten Todesgewalt,
lassen alles zurück, ihr Hab und Gut.
Dann kommt das Meer, die Kraft geballt,
holt das Land mit des Sturmes Flut.

Des Deiches Schutz endgültig gebrochen,
macht sie den Acker zum Meeresgrund.
Tiere haben sich vergeblich verkrochen,
alles verschwindet in des Meeres Schlund.

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