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Faszination Wasser
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Druckkosten-Zuschuss-Verlage (DKZV) informieren sollte, die lediglich darauf abzielen, für viel Geld
die Träume mancher Jungautoren zu verwirklichen. Sie haben mit "echten" Verlagen nichts zu tun.


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 Allgemeines
Petrusautor Offline

Admin


Beiträge: 9.186

03.11.2009 09:42
Der Aal macht sich dünn Zitat · antworten

Am 2. November erschien im Weser Kurier ein Artikel mit der Überschrift „Der Aal macht sich dünn“. Was viele Angler in den letzten Jahren bereits feststellen mussten, wurde zum Inhalt des Berichtes. Der Aal gilt als bedrohte Tierart, nachdem festgestellt wurde, dass sein Bestand um beinahe 95 % zurückgegangen ist.
Schuld an der Misere sind in erster Linie veränderte Bedingungen durch den Klimawandel, Wegfischen der jungen Glasaale vor der europäischen Küste, neue Parasiten (Schwimmblasenwurm) Flussverbau oder Kraftwerksturbinen. Nicht zuletzt sorgt der Kormoran durch ungehemmtes Fressen seiner Lieblingsbeute für eine starke Dezimierung des Aals.
EU-Staaten wie Irland, Portugal, Spanien und Frankreich befischen gezielt die aus der karibischen Sargasso-See zurückkehrenden Jungaale vor der europäischen Küste, um sie an Aalfarmen oder als Delikatesse zu horrenden Preisen nach Asien zu verkaufen. Vereine müssen inzwischen bis zu 1000 Euro pro Kilo Besatzaal zahlen, um den Bestand in ihren Gewässern zu sichern.

Mit dem Erlass der Europäischen Aalverordnung will die EU dem jetzt einen Riegel vorschieben und hat weit reichende Bestimmungen zum Schutz des Aals erlassen. Viele Länder haben bereits ein Aal-Management eingeführt, das drastische Einschränkungen von Fangquoten bis hin zu einem generellen Verbot beinhaltet. In Holland beispielsweise besteht schon im Sommer ein zweimonatiges Fangverbot für alle Erwerbsfischer. Ihre Einkommensverluste werden in dieser Zeit durch Subventionen gemildert. In Deutschland erstellt man einen Aal-Bewirtschaftungsplan, dessen Daten für die Weser durch die Obere Fischerei-Behörde und Niedersachsen geliefert wurden.

Das Ziel ist, dass mindestens 40 % aller Blankaale ihren Weg zum Laichen ins Meer zurück finden müssen. Um diese Zahl zu ermitteln, müssen zurzeit neben den Berufsfischern auch alle Hobbyfischer, die mit Körben und Reusen Aale fangen, ihre Fangmengen beim Amtsfischer Koch-Bodes in Bremen melden. Sollte diese Zahl von 40 % nicht erreicht werden, so werden auch alle Angler ihre Fänge melden müssen. Dann dürfte auch eine Quotenregelung zum Aalfang spruchreif werden.

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Allen eine Handbreit Sonne zwischen den Wolken.
Petrusautor Claus

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