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die Träume mancher Jungautoren zu verwirklichen. Sie haben mit "echten" Verlagen nichts zu tun.


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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 198 mal aufgerufen
 Literatur allgemein (Belletristik, usw.)
DODI-Skipper Offline

Admin


Beiträge: 328

09.02.2009 11:37
Rezension: Franka Villette, Die Frau des Wikingers Zitat · antworten
Die Frau des Wikingers - Franka Villette
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN 3-499-23708-3 € 8,90

Schauplatz ist die Welt vor der ersten Jahrtausendwende, in der Europa und Asien über die damals bekannten Handelswege zusammenwuchsen und am Ufer des Schwarzen und des Mittelmeeres Orient und Okzident, Wikinger, Byzantiner und Araber aufeinander trafen.

Die junge Vala Eigensinn, Mitglied eines Stammes der Graslandbewohner aus dem fernen Osten, wird von ihrem Stamm ausgestoßen, da sie fortwährend gegen altüberliefertes Brauchtum verstößt und dabei auch nicht zögert, Tabus zu brechen. Ihr Eigensinn, der ihr auch den Beinamen einbrachte, lässt sie jedoch nicht an dem ihr auferlegten Schicksal zerbrechen und sterben, obwohl ein Überleben in der Wildnis nur im Stammesverband gewährleistet ist. Ganz im Gegenteil stachelt er sie zu Höchstleistungen an, die im Leser bereits Respekt und Anerkennung für die Protagonistin und Heldin des Romans aufkeimen lassen.

Erzählt wird ihr abenteuerlicher Weg aus der Wildnis heraus in die Welt des Handels im Orient, sie schließt sich einer Karawane an, lernt, was es heißt ein leibeigener Sklave zu sein und sich dagegen zur Wehr zu setzen.
Gefühlvoll schildert die Autorin auch das Erwachen der Liebe und der Sexualität in dem jungen Mädchen, ihre ersten Erfahrungen, die nicht immer die besten sind.

Freundschaften, die lediglich auf Vorteilnahme der erfahreneren Männer basieren, die ihr Vertrauen schamlos ausnutzen und für ein paar Silberstücke verrraten, berühren sie bald nicht mehr. Sie geht ihren eigenen Weg, nimmt ihr Leben in die eigenen Hände und fasst einen Plan.
Nicht Asien, nicht das Mittelmeer ist das, was sie sich unter einem Zuhause vorstellt, aber die blonden, hochgewachsenen Krieger aus dem Norden, die hier Handel treiben, faszinieren sie und scheinen ihrem eigenen Wesen näher als alles andere um sie herum.

Schließlich gelingt es ihr, sich der Mannschaft eines der Drachenboote anzuschließen, findet in Eirik, dem Wikinger ihre große Liebe, und muss auch hier um ihr Glück kämpfen. Eine Frau, und sei sie eine noch so tapfere Kämpferin, an Bord eines mit rauen Wikingern bemannten Schiffes löst natürlich an Bord Spannungen und Begehrlichkeiten aus, denen sich Vala tapfer stellen muss.

Selbst später, schon im hohen Norden und ihrer Wahlheimat, kommt sie nicht zur Ruhe und muss gegen Missgunst und Machtbesessenheit bestehen.

Lebendig und spannend erzählt, mit packenden Beschreibungen von Kampfszenen, in denen sich Vala Eigensinn immer wieder behaupten muss und ihren "Mann" steht. Gefühlvoll beschriebene Szenen der Liebe, erwartungsvolle Momente der sexuellen Lust und die Schilderung der abgrundtiefen Verletzungen, die man dem Mädchen in Augenblicken ihrer völligen Hingabe zufügt, machen den Roman zu einem Lesevergnügen, das den Leser sehr lebendig in die Steppen des Ostens, die Wüsten Persiens und die grünen Ufer von Euphrat und Tigris führt. Man fährt mit auf dem Drachenboot, greift selbst zum Schwert oder Pfeil und Bogen und kämpft mit, um dem heimatlosen Mädchen auf ihrem Weg zur jungen Frau beizustehen.

Historische Kurzweil, die gut unterhält. Ein packendes Buch, das man nur weiterempfehlen kann. Nicht nur für männliche Wikingerhelden!!!

Segle, wohin der Wind Dich treibt, und geh vor Anker, wo es Dir gefällt.
DODI-Skipper Claus

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