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die Träume mancher Jungautoren zu verwirklichen. Sie haben mit "echten" Verlagen nichts zu tun.


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 Kurzgeschichten
Petrusautor Offline

Admin


Beiträge: 9.297

26.03.2017 13:32
Sie sind unter uns - von Claus Beese Zitat · antworten

Sie sind unter uns
Von Claus Beese

Die Erkenntnis traf mich unvorbereitet wie ein Keulenschlag, und so stark, dass es mich fast von den Füßen riss. Ich musste mich setzen, einen Moment innehalten und nachdenken über das, was mich da an plötzlichen Erkenntnissen überkam. Kaum gelang es mir, meinen Schock zu überwinden, mein Atem ging keuchend, meine Hände zitterten. War es wirklich so? Konnte es denn sein, dass…? Nun, wenn man alle Fakten, und es waren keine alternativen, in ihrer Summe betrachtete, konnte es nur so sein. Unser blauer Planet, die Erde, das Staubkörnchen im Weltall, er war in höchster Gefahr und mit ihm die gesamte Menschheit und alles, was irgendwie auf ihm lebte. Während Wissenschaftler noch in das Universum lauschten, um Radiosignale ferner Welten aufzuspüren, Nachrichten fremder Spezies zu empfangen, waren sie längst hier, mitten unter uns. Sie hatten ihr Werk, unseren Planeten für ihre Zwecke umzubauen, längst begonnen und befanden sich bereits auf halber Strecke, ihn für alles bisher darauf Lebende unbrauchbar zu machen.
Sie hatten menschliche Gestalt angenommen, um sich ungehindert auf der Erde bewegen zu können, gaben sich als Wissenschaftler aus, Gelehrte, Heilsbringer für das Volk. Sie arbeiteten in Schlüsselbereichen, wie der Chemie, der Physik und der Pharmazie, der Medizin und sogar die Religionsgemeinschaften hatten sie bereits unterwandert. Sie hatten Fachleute in allen Schlüsselpositionen der Wirtschaft. Die größten Kapitalhaie sammelten Gelder, um ihr Werk von den Bewohnern der Erde selbst finanzieren zu lassen. Es konnte nur so sein, sie alle mussten Aliens sein.
Es schüttelte mich erneut, als ich daran dachte, welch einer großen Anzahl von Feinden der Menschheit wir gegenüberstanden und ihnen nahezu ahnungslos ausgeliefert waren. Während die Religionen den Hass unter den Völkern schürten, sorgten andere dafür, dass es genügend Waffen und Munition gab, damit sich die Menschen gegenseitig dezimierten. Wieder andere beschäftigten sich mit dem Aufbau geeigneter Lebensbedingungen für Aliens auf dem Planeten. Sie bauten Atomkraftwerke, deren Rückstände nicht entsorgt werden konnten und dazu geeignet waren, über einen längeren Zeitraum eine erhöhte Radioaktivität zu schaffen, die sie benötigten, die aber für alles Leben auf der Erde schädlich, sogar tödlich sein würde. Vermutlich schluckten sie jeden Morgen kleine, bunte und leuchtende Pillen, die ihnen ihren Tagesbedarf an Gammastrahlung lieferten.
Ihre Biochemiker setzten alles daran, die saubere Lufthülle, die unsere Welt einst umgab, mit chemischen Mitteln zu verseuchen, indem sie vorgaben, Nahrungsmittel für die Weltbevölkerung zu sichern. Noch immer verbrannten sie Kohle und Erdöl in Kraftwerken und mechanischen Fortbewegungsmitteln, die dafür sorgten, dass sich auf der Erde ein warmes Treibhausklima entwickelte, vermutlich ähnlich dem auf ihrem Heimatplaneten.
Die Menschheit war ahnungslos, wartete gespannt und freudig erregt darauf, wie wohl der erste Kontakt mit den Außerirdischen verlaufen würde. Mit wahrem Feuereifer lauschten sie ins Weltall hinaus, und waren so auf die Unendlichkeit fokussiert, dass sie das Naheliegendste nicht mehr wahrnahmen. Sie sandten selber Botschaften aus, auf die sie nie eine Antwort erhalten würden. Wozu auch? Längst waren die Aliens hier, auf der Erde, und arbeiteten mit Hochdruck an ihrer Umgestaltung, um sie eines Tages in Besitz nehmen zu können.
Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. Nur so konnte es sein, wollte man dem nicht sehr logischen Gedanken, dass Menschen solche Dinge vollbringen würden, wie sich gegenseitig auszurotten, zu vernichten, die Welt abzuschaffen, keinen Glauben mehr schenken.

Ende

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Allen eine Handbreit Sonne zwischen den Wolken.
Petrusautor Claus

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