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die Träume mancher Jungautoren zu verwirklichen. Sie haben mit "echten" Verlagen nichts zu tun.


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Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 14 mal aufgerufen
 Strasser, Ruth
Ruth S Offline

Forengott / Forengöttin


Beiträge: 617

09.07.2018 08:46
Veröffentlichte Gedichte Zitat · antworten

Folgende Gedichte wurden bereits veröffentlicht
(siehe Bibliografie)


Vom Himmel

Vom Himmel pflückte ich nachts einen Stern,
ich sah ihn am Firmament, er schien so fern.
Er war der funkelndste Stern von allen,
darum fand an ihm ich großen Gefallen.

Einen Sonnenstrahl pflückte ich am Tag,
als kein Wölkchen die Sicht zur Sonne verbarg.
Auf Moos gebettet lag ich an dem Tag ganz weich.
auf der Blumenwiese am Seerosenteich.

Vom Mond pflückte ich im Schlaf ein wenig Sand
und ein paar Steinchen, die ich dort fand.
Seit ich pflückte Sand, Strahl und Stern,
scheint mir das Universum nicht mehr so fern.

Es strahlt mit seinem glänzenden Schein
in jeden Winkel meiner Seele hinein.
Mir ist als wolle das Weltall mir sagen:
"Die Welt ist hell, auch an trüben Tagen."

© R.Strasser, 2016

------------------------------------------


Die Perle

Auf des Meeres tiefem Grund
lag zeitlos gebettet in Sand,
einer Taucherin hübscher Fund,
eine Muschel, die Sie dort fand.

Behutsam barg Sie diese gleich
und bracht sie in ihr Heim.
Sie fand die Perle und war reich,
an Geld und auch im Sein.

Solch Schönheit rührte Sie gar sehr
und gab gut auf diese acht.
"Diese geb ich nicht mehr her",
und streichelt diese sacht.

Die Kostbarkeit, sie lieget nun
in Seide blau wie`s weite Meer.
Das hübsche Rund, es darf dort ruhn,
die Taucherin gibt sie nie mehr her.

©Ruth Strasser,2014

------------------------------------


Aristokratische Blässe

Ich sonnte mich an einem Strand,
am Mittelmeer am Morgen.
Ich wollte keinen Sonnenbrand,
meine Haut macht mir sonst Sorgen.

Aristokratisch nannte ich die Blässe,
die des Körpers Zustand war.
Nackt sah ich aus wie ein Stück Käse
und roch wie auch ein solcher gar.

An diesem Morgen ist`s geschehn,
ich lag im Sand am Strand.
Ein Passant hattte mich gesehn
und stupste mich an der Hand.

Mit einem Fundstück, einem Ast,
stocherte er an mir sogar
ziemlich unsanft und mit Hast,
ob ich `ne Wasserleiche war.

Erschrocken schauten wir uns an,
die Tote war nun wach.
Geht nicht so nah an Leichen ran
und macht das bloß nicht nach.

© Ruth Strasser, 2014

-------------------------------------



Tierisch

Wie die Affen sich inbrünstig lausen,
wie Delphine durch die Wogen brausen.
Wie die Vögel hoch fliegen ohne zu eilen,
wie Rehe scheu im Unterholz verweilen.

Manches Mal wäre ich gerne ein Tier,
doch bin ich ein Mensch und lebe hier.
Des Nachts im Schlaf kann ich vieles sein,
gleite voll Sehnsucht in den Traum hinein.

Als Äffchen schwinge ich mich an einen Baum,
wie grün ist doch solch ein Dschungeltraum.
Als verspielter Delphin gleite ich durch das Meer,
und genieße die Stille, hier ist`s menschnenleer.

Als Vöglein zwitschere ich am frühen Morgen,
den Menschen zu:“Lasst ab von den Sorgen.“
Als kleines Rehkitz, im tiefen Walde am See,
träum`ich auf der Lichtung im glitzernden Schnee.

©Ruth Strasser, 2014

-------------------------------------------------


Unsere Hündin Stincker

Wovon Sie grade träumt im Schlaf,
das wollt ich echt gern wissen.
Ob unser Hündchen jagd ein Schaf?
Sie knurrt ganz leis ins Kissen.

Woher Sie nur die Beine hat,
diese Frage ist berechtigt,
denn leider steht auf keinem Blatt,
wo die Mutter einst hat genächtigt.

Womit man Stincker locken kann,
ist Rinderhack mit Sauce,
dann lass ich Sie nicht nah heran,
an meine teure, weiße Hose.

Wozu lebt ein Hund im Haus,
ich weiß es nun seit heute.
Unsre Katze brachte eine Maus
und teilte mit Ihm die Beute.

Wovon mir auch gleich übel war,
ich wurgste so vor mich hin
und trank `nen Schnaps in der Bar,
weil ich empfindlich bin.

Wohin das wohl noch führen mag,
was Sie wohl noch bringen.
Ob ich Sie noch nen Tag ertrag,
was die schon alles fingen.

©Ruth Strasser, 2014

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Die Fee mit dem Röckchen

Entzückend sind sie anzusehen,
Kristalle aus Eis auf den Scheiben.
Ich habe den ersten Frost gesehen,
kann man Magie beschreiben?

Hauchfein bedeckt er Feld und Baum,
hüllt in Seide Land und Weite.
Es kommt daher ein Wintertraum,
in den ich sanft entgleite.

Es winkt von fern eine kleine Fee,
mit Zauberstab und Röckchen.
Sehr liebevoll reicht sie mir Tee
und ein Paar gewärmte Söckchen.

Ganz wohlig ist`s im Feenland,
der Traum ist voll mit Düften.
Lebkuchen, Zimt und allerhand,
liegen köstlich in den Lüften.

Das zarte Wesen reicht die Hand
und spricht:“ Komm, lass uns fliegen.
Wir reisen in das Türchenland,
in dem Adventsgeschenke liegen.“

Der Traum soll nie zu Ende gehen,
doch werd` ich leider wach,
es frieren wieder meine Zehen,
und die Röckchen-Fee, die lacht.

©Ruth Strasser, 2014

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Kein Baum

Meine Lichterketten holte ich aus dem im Keller,
sie gingen nicht an, es wurde nicht heller.
Vielleicht hatte sie mir jemand kaputt gemacht
und ist versehentlich darauf herumgetappt.

Jetzt funktionieren nur noch zwei Girlanden,
da die anderen den Tod in der Tonne fanden.
Nur zwei davon genügen mir nicht am Baum,
das finde ich nicht so schön anzuschaun.

Noch habe ich Zeit um mir neue zu kaufen
und im Bauhaus zielgerichtet herumzulaufen.
Mir graust es schon und mir kommt der Gedanke,
welch Reizüberflutung, ich lass es, nein danke.

Dann holen wir uns auch keinen Baum ins Haus,
es genügt zu feiern den heiligen Nikolaus.
Würde Weihnachten ohne Baum auch mal gehn?
Ob meine Tochter drum fleht, werd ich ja sehn.

Nein, dieses Mal werde ich mich durchsetzen,
weshalb jedes Jahr von neuem so hetzen?
Unter keinem Baum liegen keine Geschenke,
für die ich mir auch mein Gehirn nicht verrenke.

Hat man Kinder, bleibt das meistens nicht aus,
nein, denen genügt niemals nur der Nikolaus.
Wie war das damals, als klein ich noch war?
Na gut, die Blaufichte zahle ich dann in bar.

© Ruth Strasser, 2014

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Beim Weihnachtspunsch

Beim Rückblick auf die Kinderzeit,
zieht`s mich, vom Augenblick befreit,
den Ariadnefaden in der Hand,
in mein vergangenes Kinderseelenland.

Er führt mich zu Oma`s verbotenem Zimmer,
ich schau unter Ihr Bett, so wie immer,
Denn es naht wieder die Weihnacht,
ob`s Christkind mir diesmal die Puppe gebracht?

Noch heute, beim Gläschen Weihnachtspunsch,
denke ich an meinen Kinderwunsch.
Doch nie war in Christkinds Päckchen die Puppe drin,
ich geb sie frei, auch das ist der Weihnacht tieferer Sinn.

©Ruth Strasser, 2012

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Schlummergedanken

Wo Rehlein ruhen, das wolllte ich wissen.
Liegen sie im Wald, auf samtenen Kissen?

Wo Schmetterlinge mit ihrer Flügelpracht
getarnt verweilen in dunkler Nacht?

Wo weiße Täubchen die Äugelein schließen,
würde dort später der Friede sprießen?

Friedlich und sanft glitt ich in den Schlaf,
begleitet von meinem Lieblingsschaf.

Ruth Strasser, 2012

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